Nikosia – Stadtrundgang durch die Altstadt. Lefkosia für Flaneure und Entdecker.

Hallo! Heute geht es mit den Reisefrequenzen nach Nikosia, in die geteilte Hauptstadt auf der Mittelmeerinsel Zypern. Wir erkunden die malerische Altstadt mit ihren schmalen Gassen und honigfarbenen gut hundert Jahre alten Hausfassaden, den Spuren des Bürgerkriegs vor 60 Jahren und angesagten Restaurants und Bars. Nikosia ist eine charmante Stadt im Aufbruch und voller Veränderung. Unser Rundgang beginnt im griechischen südlichen Teil der Stadt. Ein Spaziergang im nördlichen Stadtgebiet folgt separat.

  1. Nikosia, Lefkosia, Lefkoşa
  2. Die geteilte Stadt Nikosia und die Checkpoints für den Übergang
  3. Die Hauptstraße durch die südliche Altstadt: Ledra Street
  4. Die Altstadt entdecken – Highlights abseits der Hauptstraße – Insidertipps für Nikosia
  5. Info

1. Nikosia, Lefkosia, Lefkoşa

Seit rund 5000 Jahren wohnen Menschen in dieser Gegend des fruchtbaren Schwemmlandes zwischen den Bergketten der Insel Zypern. Während der Bronzezeit kamen erste Siedler an das Ufer des Flusses Pedieos und nannten ihren neuen Wohnort „Ledra“. Den heutigen Namen Nikosia haben sich mittelalterliche Kreuzfahrer ausgedacht. Französischen Ritter aus der Familie der Lusignan installierten ihr eigenes Königreich auf der nahöstlichen Insel und machten Nikosia zu ihrem Verwaltungszentrum. Wer Nikosia auf Straßenschildern oder Landkarten sucht findet andere Namen: Griechischsprachige Zyprer nennen ihre Stadt Lefkosia und für türkischsprachige Einwohner heißt sie Lefkoşa.

2. Die geteilte Stadt Nikosia und die Checkpoints für den Übergang

Nikosia ist eine geteilte Stadt. Der größere südliche Teil des Stadtgebiets liegt in der Republik Zypern und ist ihre Hauptstadt. Der kleinere nördliche gehört zur international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern und ist ihr de facto Regierungssitz.
Grenzzäune, Wachposten und die Pufferzone teilen Straßen und Wege, Wohnquartiere, Flaniermeilen und alte Plätze. Seit 1963 durchzieht nach bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen die von UNO-Truppen überwachte „Green Line“ als neutrale Zone trennend die Stadt. 1974 wurde Nikosia nach dem Putsch griechischer Offiziere und dem Einmarsch der türkischen Armee wie auch das Land geteilt und alle Wege abgeriegelt. An der verlassenen und grün überwucherten Haupteinkaufsstraße wachen die Armeen Zyperns und der Türkei über den Status quo. In der dazwischen liegenden Pufferzone nimmt seit 1964 die UNO ihr Friedensmandat war.

Der Altstadt widerfuhr mit der Teilung, mit Flucht und Vertreibung ihrer Einwohner eine jahrzehntelange Gleichgültigkeit. Nach 29 Jahren, im Jahr 2003, wurde auf Druck türkisch-zyprischer Demonstranten die Demarkationslinie am Ledra Palace Hotel geöffnet.
Inzwischen gibt es drei Checkpoints in Nikosia. Am Stadtrand für Fußgänger und Fahrzeuge: Agios Dometios/Metehan. In der Altstadt für Fußgänger: Ledra Palace Hotel und Ledra Street. Der Übergang in den türkischen Teil Nikosias ist für EU-Bürger unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses problemlos und zeitlich unbegrenzt möglich.

3. Die Hauptstraße durch die südliche Altstadt: Ledra Street

Die Altstadt von Nikosia spiegelt mit ihrer gewaltigen venezianischen Stadtmauer, ihren byzantinischen Kirchen und Moscheen die Geschichte Zyperns. Zwischen den gründerzeitlichen Häusern im britischen Kolonialstil stehen die Bauten der 60er Jahre mit klarer Funktionalität und Bauhauszitaten. In den verwinkelten Seitenstraßen entdecke ich kleine Galerien und interessante spezialisierte Museen. Die Stadt wird verschönert, saniert, neu gepflastert. Ich bin verblüfft über den neuen Glanz der Perle. An der nächsten Straßenecke scheint dagegen die Zeit still zu stehen und für Fans von lost-places öffnet sich ein fragwürdiges Paradies.
Als 2008 am Ende der Ledra Straße ein Checkpoint zwischen Nord- und Südzypern eröffnet wurde schien es, als reibe sich die Altstadt verwundert ihre Augen. Das pulsierende Leben zog in die alte Hauptschlagader der Stadt Nikosia zurück. Zwischen dem Eleftheria Platz und der Demarkationslinie ist die verkehrsberuhigte Straße wieder quirlig lebendig. Während die großen Einkaufszentren außerhalb des alten Stadtzentrums liegen, haben sich der Ledra Street internationale Ketten, kleine Läden, gemütliche Cafés und leckere Eisdielen etabliert.
Der Eleftheria Platz, der Platz der Freiheit, ist der Eingang zur Altstadt. Er hockt neben dem klassizistischen rosa Rathaus auf der massiven venezianischen Stadtbefestigung. Sie wurde in wenigen Jahre zum Schutz vor osmanischen Truppen errichtet und hat doch deren Angriff 1571 nicht standgehalten. In den letzten Jahren sind Mauer, Wall und Graben am Eleftheria Platz von der britischen Architektin Zaha Hadid ambitioniert neu gestaltet worden. Besonders schön wirkt die moderne Architektur beleuchtet in den Abendstunden. Außerhalb der Altstadt glänzt ein weißes Hochhaus, dessen vom Franzosen Jean Nouvel entwickelte Fassade einer mit grünen Pflanzen durchsetzten Lochkarte gleicht. Gegenüber schaut die in einem Berliner Museum verweilende Aphrodite derzeit als Street-Art-Objekt von einer kolossalen Hauswand. Am Rande steht neben dem Rathaus die gelblich blasse Post (8 – 14.30, Mo – Fr), auf der anderen Seite der Brücke über den venezianischen Befestigungsgraben liegt der neue Busbahnhof und ein großer Bezahlparkplatz.

Unweit des Eleftheria Platzes erstreckt sich rechterhand die Fußgängerzone der verwinkelten Laiki Geitonia. Die „Nachbarschaft“ oder „Kiez“ ist ein traditionell bebautes Viertel in dessen schmalen Fußgängerpassagen zyprische Silberwaren und sorgsam gearbeitete Handarbeiten neben billigen Importen aus Fernost feilgeboten werden. Eine Perle ist das Leventis Municipal Museum of Nicosia. Die Ausstellung in diesem herrschaftlichen Haus mit seinen blauen Türen präsentiert gehobene Wohnkultur vergangener Zeiten und die jahrtausende alte Stadtgeschichte Nikosias mittels ausgewählter Objekte. In der Aristokyprou Straße gibt es eine Touristen Information und im Fanous Lebanese Restaurant in der Solomonos Straße leckeres libanesisches Essen. Zurück in der etwa einen Kilometer langen Ledra Street bietet auf halber Strecke der Shacolas Tower im 11. Stock einen Aussichtspunkt (Seiteneingang) über die geteilte Stadt bis zum Pentadaktylosgebirge.

Für den kleinen Hunger unterwegs ist Lahmacun von Avo Armenian Food Snacks eine Empfehlung.
Die Kunstgalerie Diachroniki Gallery in der Arsinois Straße gegenüber lädt zum Stöbern in ihren Schatzkisten zyprischer Kunst ein. Bilder lehnen an Wänden, Drucke liegen auf Holzregalen und Plastiken im schön sanierten Raum. Immer ein Fest fürs Auge.
Kurz vor dem Ende der Ledra Straße steht rechterhand hinter zwei Häuserblocks die Phaneromeni Kirche. Ihr unaufdringlicher Kirchraum wurde 1872 anstelle eines durch Erdbeben aufgerissenen Nonnenklosters errichtet. Die Heilige Phaneromeni, die Erscheinende Gottesmutter, ist eine tatkräftige Helferin in vielen Nöten. Ob Krankheit oder Arbeitssuche – im Notfall, so berichtet mir eine muslimische Freundin, hilft sie Christen wie Muslimen.
In der Umgebung der Phaneromeni-Kirche und der gleichnamigen Schule ist ein kleines Szeneviertel entstanden. Street Art Künstler zeigen ihre Werke, stylische shabby-chic Cafés sind schöne Pausenorte und die Tria Fanaria Bäckerei in der Marias Sigklitikis ist ein altmodisches Kaffeehaus. Im Kulturzentrum Phaneromenis 70 wird einheimisches Design zum Verkauf präsentiert. Das Projekt Delivering Views bezieht Besucher mit ein und Kyriaki Costa hat mit Akamantis eine Konzeption zur Bedeutung der Mythen ums Wasser gestaltet. Buy souvenirs local.
Am Ende der Ledra Straße stand 34 Jahre lang eine undurchdringliche Wand. Inzwischen gibt ein Fußgänger-Checkpoint den Weg zwischen beiden Stadthälften frei. Ein Mahnmal aus zerstückelten Worten der Menschenrechte zersplittert durch zwei Metallstäbe erinnert an die anhaltende Teilung Zyperns während Katzen durch die leeren Häuser der Pufferzone stromern. Neben Barrikaden, Sandsäcken, blau-weiß gestrichenen Ölfässern und Schießscharten bietet das Yiayia Victoria Café gute griechische (Nicht-nur) Süßspeisen direkt am Niemandsland.

„Denn es ist die alte Stadt, die mich bestimmt, und das Gefühl der Geschichte, das jede grasbedeckte Wand mit sich trägt. Da habe ich auch das Gefühl der geographischen Lage von Nicosia zum Osten hin. Und je mehr die Jahre vergehen, desto weniger empfinde ich die Not wegzureisen, ich, die eine passionierte Reisende war.“

Niki Marangou, eine der wichtigsten Autorinnen Zyperns über ihre Stadt Nikosia.

4. Die Altstadt von Nikosia entdecken – Highlights abseits der Hauptstraße

Ein Spaziergang durch die Altstadt entlang der Green Line und ihre Szene- und Kunstviertel ist für interessierte Stadtflaneure eine abwechslungsreiche Erkundung. Vom venezianischen Famagusta Tor nahe des Freiheitsdenkmals, vorbei am Erzbischöflichen Palast, der neuen Kathedrale und der alten Omeriye Moschee bis zum Café im Home for Cooperation am Checkpoint Ledra Palace Hotel führt die Route durch die Nebenstraßen und entlang der Demarkationlinie zu spannenden Orten abseits üblicher Touristenwege.
Bis vor wenigen Jahren wurde die Altstadt gemieden, Verfall und billiger Wohnraum prägten die Straßen. Inzwischen ist Nikosia eine Spielwiese für Bars, Galerien und sich verändernde Orte.
Das Famagusta Tor der Stadtmauer wird als Kulturzentrum genutzt, Porta Guliana nannten es die Venezianer. In der Nähe erinnert das Freiheitsdenkmal von 1973 an die einige Unabhängigkeit Zyperns, die ein Jahr später vorbei war. Der neobyzantinische Palast des zyprischen Erzbischofs war bis 1974 die Residenz des damaligen Staatspräsidenten Makarios III.

Ich betrachte die Fassade genauer und sehe ihre hellen Flecken. Sie erinnern noch immer an den Beschuss durch griechisches Militär während des Putsches gegen das Staatsoberhaupt Zyperns im Sommer vor 50 Jahren. Makarios III. gelang damals durch einen rückwärtigen Ausgang die Flucht. Neben dem großzügigen Gebäude steht in einem Glaskasten sein Mercedes 600. Im angrenzenden Komplex zeigt das Byzantinische Museum die kostbarsten Ikonen der Insel in ihrer großartigen Farbenpracht. Die kleine St. Johannes-Kathedrale gegenüber ist ein mystisch sakraler Raum in dem ihre vollkommen bemalten Wände biblische Geschichten erzählen. Meine Augen gewöhnen sich an das durch Kerzen und wenige Fenster erleuchtete Dunkel. Vorne glänzt die vergoldete prachtvoll geschnitzte Ikonostase und schützt den Altar vor unseren Blicken. Unweit wurde die moderne erzbischöfliche Hauptkirche St. Barnabas und St. Makarios umstritten aus dem Boden gestampft und 2021 geweiht. Im Inneren schaut Christus als Weltenherrscher mit nachdenklichen Stirnfalten aus der vergoldeten Kuppel in den hellen Innenraum.
Wir schlendern an prachtvollen sorgsam renovierten Osmanischen Häusern vorbei. Ihre hölzern vergitterten Erker schweben über älteren venezianischen Renaissancetorbögen. An der Fassade des Anwesens von Hadjigeorgakis Kornesios wacht der venezianische Löwe, die Fenster sind stabil vergittert. Hadjigeorgakis Kornesios war ein berühmter Dragoman, Vermittler des Sultans und Steuereintreiber. Im Innenhof seines einstigen Herrenhauses wachsen Granatapfelbäume, etwas versteckt steht ein kleines Hamam. Das Diwanzimmer im Obergeschosses atmet das Flair des Orients.
Der Stadtteil für bunte Entdeckungen und kreative Freiräume liegt rechterhand zwischen dem Kulturzentrum im Famagusta Tor und der Green Line. In den grellen Mittagsstunden bannt die Sonne das Leben, am späten Nachmittag kommen Stimmen, Gespräche und Schritte. Unser Weg führt im kleinen Zickzack immer wieder zur Green Line.

Das Hambis Printmaking Museum zeigt in einem liebevoll renovierten Gebäude internationale Druckkunst. Ich schlendere am Morgen durch die noch stillen Gassen und stehe vor verschlossenen Museumstüren. Jemand öffnet sie extra für mich und ich genieße die Ausstellung nationaler und internationaler zeitgenössischer Drucke. Wenige Schritte weiter ruht die mittelalterliche Kirche der Panagia Chrysaliniotissa. Kerzen flackern, die Welt und die Zeit bleiben für einen Augenblick draußen. In der Nähe hat die University of Cyprus ein altes Herrenhaus samt Karawanserei zum Kulturzentrum ausgebaut.

Schon die achtsam restaurierte Architektur ist einen Blick wert. Entlang der Ermou Straße zeigen Galerien unterschiedlichste Werke und auf schmalen Plätzen stehen bunte Stühle kleiner Bistros. Früher floß statt der Straße der Pedeios Fluß, bis die Zyprer ihn als Müllkippe nutzten und die Briten das stinkende Gewässer schließlich zuschütten ließen. Das CVAR (Center of Visual Arts and Research) zeigt auf über 1000 Portraits, Stadtansichten und Gemälden die Geschichte Zyperns. Anders als in vielen andere Museen der Insel wird hier das Verbindende und nicht das Trennende der zyprischen Communities betont.

„Vor allem dort, entlang der alten Ermou-Straße, …., einst die lebendigste Straße voller Läden und Geschäfte, vor allem dort beschleicht einen das Gefühl, die Straßen eines modernen Pompeji zu durchstreifen“

schreibt Jaques Lacarrière über die geteilte Stadt Nikosia

Auch in das Pompeji Nikosias ist Leben zurückgekehrt. In der mehrfach ausgezeichneten renovierten Industriearchitektur des alten E-Werks hat das NIMAC (Nicosia Municipal Arts Centre) mit Expositionen Moderner Kunst einen attraktiven Ort gefunden. Die zugehörige Old Powerhouse Chill Bar ist ein entspannter, relax dekorierter Ort. Ein paar Schritte weiter fließen in der Charátsi Bar zwischen renovierten Altbauten und den Barrikaden-Ölfässern der Green-Line coole Gespräche und der angeblich beste Brandy Sour der Insel. Unweit steht das moderne Rathaus auf einer archäologischen Grabung deren Wegeführung sich mir nicht erschließt. Ein paar Schritte weiter zeigt die Markthalle Dimotiki Agora aus den 60er Jahren ihr frisch renoviertes und abends interessant beleuchtetes Gesicht. Ursprünglich Verkaufshalle für Obst und Gemüse, später ein kreativer anarchischer Ort, ist die Halle jetzt Sitz des CYENS, Centre of Excellence.
Das etwas südlich gelegene Omeriye Hamam gegenüber der gleichnamigen Moschee ist nach Anmeldung eine perfekte Wohlfühl-Oase. In der Umgebung laden gemütliche Tavernen zu einer Pause und die Omeryie Moschee in einem ehemaligen gotischen Augustiner-Kloster kann außerhalb der Gebetszeiten besucht werden. Ich ziehe die Schuhe aus, werde auf meine unbedeckten Haare hingewiesen und plaudere mit dem Wachhabenden über das Leben.

Direkt an der Demarkationslinie schlängelt sich ein Weg zwischen schmale Passagen. Hier fertigt ein älterer Mann lederne Schuhe, zwei Handwerker reparieren Autos und einige Herren in schwarzen, etwas zu groß gewordenen Anzügen sitzen auf Plastikstühlen vor einem neonbeleuchteten Kafenion. Durch knarzende Türen längst verlassener Gebäude schimmern viktorianische Fußbodenfliesen über die leise eine Katze huscht. Gras wächst aus Balkonen und ein Feigenbaum hat sich in den Mauerriß geschmiegt. Rote Bougainvilleen ranken über alte Gemäuer, in Schaufenstern werden Stoffballen zum Verkauf angeboten, in noch nicht renovierte Gebäude sind Migranten eingezogen, manches Haus steht leer und flüstert von der tragischen Geschichte der Altstadt. Nebenan glänzt sein Nachbar frisch saniert mit einer brandneuen Mikrobrauerei. Nikosias Altstadt in Wandel und Gentrifizierung.

Die Durchgänge zwischen Sandsäcken und Passagen führen mich bis zum Checkpoint an der Ledra Straße. Weiter südwestlich präsentiert das Cyprus Classic Motorcycle Museum seine Ausstellung. Insgesamt ist die Altstadt westlich der Ledra Straße weniger attraktiv und wartet noch auf den weckenden Kuß.

Am mittelalterlichen Paphos Tor auf der anderen Seite der südlichen Altstadt sichern Sandsäcke den zyprischen Posten.

Schräg gegenüber wehen auf dem venezianischen Stadtwall die rot-weißen Fahnen der Türkei und Nordzyperns. Dahinter steht die katholische Franziskanerkirche bewusst noch im Süden. Unweit fasziniert das Archäologische Museum mit großartigen Funden aus über 10.000 Jahren zyprischer Geschichte. Aphrodite in Marmor, glänzender Goldschmuck und ein wohlgeformter Apollon gehören zu den herausragenden Objekten. Für Fans der Antike ist das wichtigste archäologische Museum der Insel auf jeden Fall einen Besuch wert. Die geometrischen Vasen und bronzezeitlichen Alltagsdarstellungen sind beispiellos schön.
Der Demarkationslinie folgend steht in sehr spezieller Position nach dem ersten Kontrollposten das rosafarbene Goethe-Institut kurz vor der Pufferzone. Der Garten grenzt an das einst mondäne Ledra Palace Hotel. Seit 1974 wird der stolze Bau als Hauptquartier der UNFICYP-Truppen genutzt. Das letzte Gebäude vor dem türkischen Posten inmitten des Niemandslands ist das Café des Home for Cooperation. Zeit für Snacks, Drinks und einen zyprischen Kaffee.

Das waren die Reisefrequenzen unterwegs auf einem Rundgang durch die Hauptstadt der Republik Zypern Nikosia.

8 Gedanken zu „Nikosia – Stadtrundgang durch die Altstadt. Lefkosia für Flaneure und Entdecker.“

  1. Liebe Marike,

    sehr spannend und toll geschrieben. Trotz der historischen und politischen Umstände sind solche “trennenden” Orte sehr interessant und machen auch immer irgendwie Hoffnung.
    Gerade diese Dynamik des Entstehens von Kultur, wie du es für die Altstadt Nikosias und die Ermou Straße beschreibst, versinnbildlichen für mich die sympathische menschliche Eigenschaft der Resilienz.
    Ich bin gespannt auf deinen Beitrag zur Nordseite. 🙂

    Liebe Grüße
    Dennis

    Antworten
    • Lieber Dennis,
      vielen Dank! Ich stimme Dir zu, solch getrennte Orte geben auch die Möglichkeit etwas entgegenzusetzen.
      Mein Beitrag zum nördlichen Nikosia braucht noch ein wenig und kommt bestimmt.
      Ich bin gespannt auf Deine nächste Zugreise!
      Herzlicher Gruß, Marike

      Antworten
  2. Liebe Marike,

    das ist ein sehr spannender und fundierter Artikel über eine sicherlich auch sehr spannende Stadt, in der wir leider immer noch nicht waren. Die Türkei kennen wir in- und auswendig, nach Zypern haben wir es aber einfach noch nicht geschafft.

    Herzliche Grüße von den “Reisebuchautorenkollegen” Gabi und Michael, gerade aus Istanbul

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    • Liebe Grüße an Euch Reisebuchautorenkollegen und herzlichen Dank! Die Türkei ist ein tolles und so vielseitiges (Reise-)land, vielleicht schafft Ihr irgendwann mal den Sprung nach Zypern.
      Herzliche Grüße nach Istanbul, Marike

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  3. Liebe Marike,
    es ist schon ein paar Jahre her, aber ich habe Nikosia auch als eine spannende Stadt in Erinnerung. Mit deinem Artikel bin ich noch einmal zurückgereist. Vielen Dank!
    Liebe Grüße
    Elke

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